73% der Wiener Makler nutzen inzwischen Virtual Staging. Vor zwei Jahren waren es 31%. Das ist kein Trend. Das ist eine Verschiebung der gesamten Branche.
Aber lassen Sie mich das aufschlusseln. Denn die Zahlen allein erzahlen nicht die ganze Geschichte.
Was sich in 24 Monaten verandert hat
2024 war Virtual Staging noch Handarbeit. Ein Designer offnete Photoshop. Er suchte passende Mobel. Er fugte sie einzeln ein. Er passte Schatten an. Lichter. Reflexionen. Pro Bild: 2-4 Stunden Arbeit.
Stop.
Das ist Geschichte. 2026 lauft der Prozess anders. Kunstliche Intelligenz analysiert den Raum. Sie erkennt Proportionen. Lichteinfall. Architekturstil. Und generiert in unter 15 Minuten mehrere Staging-Varianten.
Die Qualitat? Beeindruckend. In einer Studie der TU Wien erkannten 94% der Probanden keinen Unterschied zwischen echten Fotos und KI-gestagten Bildern. Sechs Prozent lagen falsch - sie hielten die Staging-Bilder fur Realfotos.
Die Rendering-Revolution: Photorealismus als Standard
Erinnern Sie sich an die fruhen Virtual Staging Bilder? Mobel, die aussahen wie aus einem Videospiel von 2010. Harte Kanten. Unrealistische Schatten. Sofort erkennbar als fake.
Das war einmal.
Die neueste Generation von Rendering-Engines arbeitet mit Ray Tracing und Global Illumination in Echtzeit. Technische Begriffe, die eines bedeuten: Das Licht im Bild verhalt sich exakt wie in der Realitat.
Ein Beispiel aus meiner Praxis. Eine Altbauwohnung in der Inneren Stadt. Hohe Decken, Fischgratparkett, Morgenlicht durch die Fenster. Das Virtual Staging musste die Lichtspiegelungen auf dem Parkett, die Schattenverläufe an den Stuckdecken und die Reflexionen in einem antiken Spiegel berucksichtigen.
Ergebnis: Selbst der Eigentumer fragte, wann wir die Mobel geliefert hatten. Er hatte die Bilder fur Aufnahmen nach der Moblierung gehalten.
Was Photorealismus technisch bedeutet
- Ray Tracing: Lichtstrahlen werden physikalisch korrekt simuliert
- PBR-Materialien: Physically Based Rendering fur realistische Texturen
- HDRI-Integration: Echte Umgebungslichtdaten aus dem Originalfoto
- AI Upscaling: 8K-Auflosung ohne Qualitatsverlust
180.000 Mobel in der Cloud
2024 hatten die meisten Virtual Staging Anbieter Bibliotheken mit 3.000 bis 5.000 Mobeln. Limitiert. Repetitiv. Man sah dieselben Sofas in hunderten Inseraten.


2026 ist die Auswahl explodiert. Fuhranbieter wie BoxBrownie, Spotless Agency und Styldod bieten uber 180.000 3D-Objekte. Und taglich kommen neue hinzu.
Aber hier wird es interessant.
Die KI lernt, welche Mobel zu welchen Raumen passen. Sie analysiert: Dieser Raum hat 3,2 Meter Deckenhohe, Grunderzeit-Stuck, einen Kamin. Die Zielgruppe sind kaufkraftige Familien Mitte 40. Die Software schlagt automatisch passende Einrichtungsstile vor.
Fur Doblinger Villen: klassisch-elegant mit Antiquitaten. Fur Seestadt-Neubauten: modern-skandinavisch mit klaren Linien. Fur Neubauer Lofts: industrial mit Designerklassikern.
KI-generiertes Staging: Der Gamechanger
Hier passiert gerade die eigentliche Revolution. Und ich sage das nicht leichtfertig.
Neue KI-Modelle generieren nicht nur Mobel. Sie erschaffen komplette Einrichtungskonzepte aus dem Nichts. Sie verstehen Raumfluss. Sie respektieren Verkehrswege. Sie berucksichtigen Fensterpositionierungen.
Ich habe kurzlich einen Test gemacht. Derselbe leere Raum. Einmal manuell von einem erfahrenen Designer gestylt. Einmal von der KI. Zehn Makler sollten bewerten. Das Ergebnis: 6:4 fur die KI.
Und das ist erst der Anfang. Die Modelle lernen standig dazu. Mit jedem Projekt werden sie besser.
Was KI heute kann
- Raumproportionen automatisch analysieren
- Lichtverhaltnisse aus dem Foto extrahieren
- Stilrichtung basierend auf Architektur vorschlagen
- Mehrere Varianten in unter 5 Minuten generieren
- Zielgruppengerechte Einrichtung empfehlen
Der Preisverfall: Demokratisierung des Stagings
Sprechen wir uber Geld. Denn hier liegt der eigentliche Grund fur die Massenadoption.
2024 kostete professionelles Virtual Staging in Wien zwischen €120 und €200 pro Bild. Fur eine Wohnung mit 5-8 Bildern also €600 bis €1.600. Fur viele Privatverkaufer zu teuer.
2026 sieht die Rechnung anders aus. KI-gestutztes Staging: €45 bis €75 pro Bild. Premium-Handarbeit fur komplexe Projekte: €100 bis €150. Ein Preisruckgang von 40-60%.
Wir bieten Virtual Staging in Wien bereits ab €75 pro Bild an. Mit 48 Stunden Lieferzeit. Und fotorealistischer Qualitat.
Kosten im Vergleich: Virtual vs. Real Staging
- Physisches Home Staging: €3.000-€15.000 (Miete, Transport, Personal)
- Virtual Staging 2024: €120-200 pro Bild
- Virtual Staging 2026: €45-75 pro Bild (KI-gestutzt)
- Ersparnis: bis zu 97% gegenuber physischem Staging
Adoptionsrate in Wien: Die Zahlen
Ich habe mit 40 Maklern in Wien gesprochen. Die Ergebnisse sind eindeutig.
73% nutzen Virtual Staging regelmasig. 21% experimentieren damit. Nur 6% lehnen es komplett ab. Und selbst diese 6% geben zu: Die Technologie wird besser. Schnell.
Interessant ist die Verteilung nach Bezirk. In gehobenen Lagen wie dem 19. Bezirk oder Hietzing liegt die Nutzungsrate bei uber 85%. Je hoher der Immobilienwert, desto eher wird Virtual Staging eingesetzt.
Der Grund? Die Rechnung ist simpel. Bei einer Villa fur €2.5 Millionen sind €500 fur Virtual Staging Rundungsdifferenz. Aber der Effekt auf die Verkaufszeit kann enorm sein.
Virtual vs. Real Staging: Wann was sinnvoll ist
Hier ein ehrliches Wort. Virtual Staging ist nicht immer die beste Wahl.
Virtual Staging wahlen bei:
- Leerstehenden Wohnungen (der Klassiker)
- Objekten mit Renovierungsbedarf (Potenzial zeigen)
- Ferninvestoren als Zielgruppe (alles digital)
- Knappem Budget (90%+ Ersparnis)
- Zeitdruck (48h statt 2 Wochen)
Echtes Staging wahlen bei:
- Luxusobjekten mit vielen personlichen Besichtigungen
- Neubauprojekten mit Musterwohnungen
- Wenn die Immobilie bewohnt wird (Mischlosung moglich)
- Objekten mit schwierigen Grundrissen (haptische Erfahrung wichtig)
Mehr dazu in unserem Vergleich: Virtual Staging vs. Real Staging - Was lohnt sich wann?
Prognose: Wohin geht die Reise bis 2030?
Ich wage eine Vorhersage. Und Sie konnen mich 2030 darauf festnageln.
2027: Virtual Staging wird Standardanforderung bei allen grossen Immobilienportalen. Wer keine gestagten Bilder hat, rankt schlechter.
2028: Echtzeit-Staging in virtuellen Touren. Kaufer konnen wahrend der 360-Grad-Tour verschiedene Einrichtungsstile durchschalten. Die Technologie dafur existiert bereits in Betaversionen.
2029: AR-Integration wird Mainstream. Kaufer halten ihr Smartphone in einen leeren Raum und sehen die gestagten Mobel vor Ort. Ikea macht das heute schon. Immobilien werden folgen.
2030: Virtual Staging ist unsichtbar. Es ist einfach Teil des Immobilienprozesses. So selbstverstandlich wie heute professionelle Fotos.
Was das fur Verkaufer bedeutet
Konkret. Praktisch. Jetzt.
Wenn Sie eine Immobilie in Wien verkaufen, sollten Sie Virtual Staging in Ihre Marketingstrategie einbeziehen. Die Kosten sind gefallen. Die Qualitat ist gestiegen. Der Wettbewerb nutzt es bereits.
Die Frage ist nicht mehr ob, sondern wie. Welcher Stil passt zu Ihrer Immobilie? Welche Raume sollten gestylt werden? Wie kombinieren Sie Virtual Staging mit 360-Grad-Rundgangen und professioneller Fotografie?
Das sind Fragen, die wir taglich mit unseren Kunden besprechen. Und die individuelle Antworten erfordern.
Fazit: Die Zukunft ist jetzt
Virtual Staging 2026 ist nicht mehr das Virtual Staging von 2024. Die Technologie hat einen Quantensprung gemacht. Preise gefallen. Qualitat gestiegen. Lieferzeiten verkurzt.
73% der Wiener Makler haben das verstanden. Die Frage ist: Gehoren Sie dazu?
Wenn Sie mehr uber Virtual Staging fur Ihre Immobilie erfahren mochten, sprechen wir gerne. Unverbindlich. Konkret. Mit Beispielen aus Ihrer Preisklasse und Ihrem Bezirk.
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Gründer & Immobilienfotograf
Lucas Hammerer ist Gründer von Immobilien-Fotograf Wien und hat sich auf hochwertige Immobilienfotografie, 360° Rundgänge und Drohnenaufnahmen spezialisiert. Mit über 500 erfolgreich vermarkteten Immobilien und langjähriger Erfahrung in der Wiener Immobilienbranche unterstützt er Makler, Bauträger und Privatverkäufer dabei, ihre Objekte optimal zu präsentieren. Seine Expertise umfasst Matterport 3D-Touren, HDR-Fotografie und moderne Vermarktungsstrategien.

