Virtual Staging kostet €75-€150 pro Bild. Real Staging kostet €3.000-€10.000 plus laufende Mietkosten. Der Unterschied? Über 90% Ersparnis bei Virtual Staging, aber Real Staging bietet ein haptisches Erlebnis bei Besichtigungen. Für 80% aller Immobilienverkäufe in Wien ist Virtual Staging die wirtschaftlichere Wahl. Bei Luxusobjekten ab €1 Million kann sich physisches Staging rechnen.
Die nackten Zahlen: Virtual vs Real Staging
Stop. Bevor Sie einen Home Stager anrufen. Schauen Sie sich diese Rechnung an.
Eine 80m²-Wohnung im 7. Bezirk. Drei Zimmer, Küche, Bad. Sie wollen verkaufen. Der Makler sagt: Staging bringt 5-10% mehr Verkaufspreis. Stimmt. Aber welches Staging?
Real Staging: Die wahren Kosten
Ein Wiener Home Staging Unternehmen erstellt ein Konzept. Dann kommen die Zahlen.
- Konzeptgebühr: €200-€500
- Möbelmiete (erster Monat): €3.000-€5.000
- Transport & Aufbau: €500-€800
- Dekoration & Accessoires: €300-€600
- Jeder weitere Monat: €500-€1.500
- Abbau & Rücktransport: €300-€500
Summe für 3 Monate: €5.800-€10.400
Und wenn die Immobilie nicht in 3 Monaten verkauft? Weitere €1.500 pro Monat.
Virtual Staging: Die einfache Rechnung
- Wohnzimmer: €75-€150
- Schlafzimmer: €75-€150
- Zweites Schlafzimmer: €75-€150
- Küche: €75-€150
- Esszimmer/Arbeitsbereich: €75-€150
Summe für 5 Räume: €375-€750, einmalig
Keine laufenden Kosten. Keine Logistik. Keine Transportschäden. Kein Stress.
Wann Virtual Staging die klare Wahl ist
Für die meisten Immobilien in Wien ist Virtual Staging ausreichend. Warum?
Käufer entscheiden online
87% aller Immobiliensuchen beginnen online. willhaben, ImmoScout24, Immowelt. Käufer scrollen. Sie sehen Fotos. In 3 Sekunden ist die Entscheidung gefallen: Interessant oder weiter.
Virtual Staging macht diese 3 Sekunden. Auf dem Foto sieht der Käufer eine eingerichtete Wohnung. Nicht unterscheidbar von echtem Staging.
Leere Wohnungen wirken kleiner
Ein leeres Wohnzimmer. Käufer schätzen: 25m². In Wahrheit: 35m². Das Gehirn braucht Referenzpunkte. Ein Sofa zeigt: Hier ist Platz für Entspannung. Ein Esstisch zeigt: Hier passt die ganze Familie.
Virtual Staging liefert diese Referenzpunkte. Für €75 statt €3.000.
Zeit ist Geld beim Verkauf
Real Staging braucht 1-2 Wochen Vorlaufzeit. Konzept, Möbelauswahl, Liefertermin, Aufbau.
Virtual Staging? 48 Stunden. Foto hochladen, Stil wählen, Ergebnis erhalten. Ihr Inserat ist 10 Tage früher online. 10 Tage mehr Interessenten.
Ideal für diese Situationen
- Budget unter €1.500 für Marketing: Virtual ist die einzige Option
- Mietwohnungen: Käufer/Mieter verstehen, dass möbliert nur virtuell gemeint ist
- Schneller Verkauf nötig: 48 Stunden vs 2 Wochen
- Wohnung ist vermietet: Fotos der leeren Wohnung + Virtual Staging
- Wenige Besichtigungen erwartet: Online-Wirkung zählt mehr
Wann sich Real Staging rechnet
Aber. Es gibt Fälle, wo echtes Staging Sinn macht. Ehrlich.


Luxusimmobilien ab €1 Million
Ein Penthouse in Döbling. €2,5 Millionen. Die Käufer kommen persönlich. Mehrfach. Sie wollen die Atmosphäre spüren. Den Raum erleben. Die Akustik hören.
5-10% Mehrerlös = €125.000-€250.000. Da fallen €10.000 Staging-Kosten nicht ins Gewicht.
Bauträger-Musterwohnungen
Ein Neubauprojekt in der Seestadt. 50 Wohnungen zu verkaufen. Die Musterwohnung wird 200+ mal besichtigt. Über 18 Monate.
€8.000 Staging-Kosten ÷ 50 Wohnungen = €160 pro verkaufter Einheit. Das rechnet sich.
Lange Vermarktungszeit geplant
Manche Verkäufer sind nicht unter Zeitdruck. Ein Haus in Hietzing, Zeit spielt keine Rolle. Der richtige Käufer wird kommen. In 6-12 Monaten.
Bei so langer Vermarktung sehen viele Interessenten die Immobilie vor Ort. Real Staging schafft den emotionalen Moment, der den Abschluss bringt.
Problematische Grundrisse
Manche Räume brauchen Erklärung. Ein L-förmiges Wohnzimmer. Ein schmaler Durchgangsraum. Käufer fragen sich: Wie stelle ich das Sofa? Passt überhaupt ein Bett?
Echte Möbel zeigen: Ja, es funktioniert. Besser als jedes Foto.
Die Hybrid-Strategie: Das Beste aus beiden Welten
Warten Sie. Es gibt eine dritte Option. Die klügste für die meisten Verkäufer.
Virtual Staging für Online
Investition: €300-€500 für 5-7 Räume virtuell gestagert. Wirkung: Professionelle Fotos, die auf allen Portalen überzeugen. Ergebnis: 49% mehr Anfragen, qualifiziertere Interessenten.
Mini-Staging für Besichtigungen
Kein Full Staging. Nur das Wesentliche.
- Frische Blumen: €30-€50
- Duftkerzen/Diffuser: €20-€40
- Handtücher im Bad: €30-€50
- Dekorative Kissen: €50-€100
- Pflanzen: €50-€100
Summe: €180-€340
Das schafft Atmosphäre. Geruch, Textur, Leben. Ohne Möbel-Logistik.
Gesamtkosten Hybrid-Strategie
Virtual Staging: €400 + Mini-Staging: €200 = €600
Vergleich Full Real Staging: €6.000-€10.000
Ersparnis: 90%+ bei 80% der Wirkung.
Käuferwahrnehmung: Was sagen die Daten?
Die entscheidende Frage: Wie reagieren Käufer?
Virtual Staging Akzeptanz
Laut NAR 2025 Profile of Home Staging:
- 83% der Makler: Gestagete Fotos helfen Käufern, sich das Zuhause vorzustellen
- 46% der Käufer: Besuchen eher Immobilien mit gestagen Fotos
- Nur 5% der Käufer: Fühlen sich von Virtual Staging getäuscht (bei korrekter Kennzeichnung)
Die Besichtigungs-Realität
Käufer kommen zur Besichtigung. Der Raum ist leer. War auf den Fotos möbliert. Enttäuschung?
Nein. Wenn transparent kommuniziert wurde: Wohnung wird unmöbliert übergeben. Visualisierung dient zur Veranschaulichung.
Käufer erwarten leere Räume. Sie wussten es vorher. Die Visualisierung hat ihnen geholfen zu verstehen, wie der Raum funktioniert.
Real Staging Vorteil
Der emotionale Moment. Ein Käuferpaar steht im Wohnzimmer. Echte Möbel. Sie setzen sich auf das Sofa. Schauen aus dem Fenster. Stellen sich ihr Leben vor.
Diesen Moment kann Virtual Staging nicht bieten. Für manche Käufer ist das entscheidend.
Entscheidungsmatrix: Virtual oder Real?
Wählen Sie Virtual Staging wenn:
- Objektwert unter €800.000
- Budget für Marketing unter €2.000
- Schneller Verkauf gewünscht (unter 3 Monate)
- Wohnung bereits leer ist
- Hauptzielgruppe sucht online
- Weniger als 10 Besichtigungen erwartet
Wählen Sie Real Staging wenn:
- Objektwert über €1 Million
- Viele persönliche Besichtigungen geplant
- Bauträger-Musterwohnung
- Komplizierter Grundriss, der vor Ort erklärt werden muss
- Zielgruppe: Anspruchsvolle Käufer, die Haptik erwarten
- Vermarktungszeit 6+ Monate
Wählen Sie Hybrid wenn:
- Objektwert €500.000-€1 Million
- 5-20 Besichtigungen erwartet
- Optimales Preis-Leistungs-Verhältnis gewünscht
- Professionelle Wirkung bei begrenztem Budget
Wiener Markt: Lokale Besonderheiten
Wien ist nicht München. Nicht Berlin. Der Markt hat Eigenheiten.
Altbauten dominieren
70% des Wiener Wohnungsbestands sind Altbauten. Hohe Decken, Stuck, Fischgrätparkett. Virtual Staging kann diese Charakteristiken betonen. Mit passenden Möbeln, die den Charme unterstreichen.
Internationale Käufer
Wien zieht internationale Käufer an. Die besichtigen nicht 10 mal vor Ort. Virtual Staging ermöglicht ihnen, die Immobilie aus der Ferne zu beurteilen. Dann eine gezielte Besichtigung. Entscheidung.
Preissensible Verkäufer
Der Wiener Verkäufer rechnet. €6.000 für Staging bei einer €400.000 Wohnung? Das sind 1,5% des Verkaufspreises. Nur für Fotos?
Virtual Staging kostet €500. Das sind 0,125%. Zehnmal günstiger. Die Rechnung ist einfach.
Fazit: Die richtige Wahl für Ihre Immobilie
Es gibt keine universelle Antwort. Aber eine klare Tendenz.
Für 80% aller Immobilienverkäufe in Wien: Virtual Staging reicht. Es liefert 90% der Wirkung für 10% der Kosten.
Für Luxusobjekte und Musterwohnungen: Real Staging rechnet sich. Der höhere Preis wird durch den Mehrerlös gerechtfertigt.
Für den klugen Verkäufer: Hybrid-Strategie. Virtual für Online, Mini-Staging für Besichtigungen. Maximale Wirkung. Minimale Kosten.
Ihre Immobilie verdient die beste Präsentation. Virtual Staging ab €75 oder individuelle Beratung was für Ihr Objekt passt.
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Gründer & Immobilienfotograf
Lucas Hammerer ist Gründer von Immobilien-Fotograf Wien und hat sich auf hochwertige Immobilienfotografie, 360° Rundgänge und Drohnenaufnahmen spezialisiert. Mit über 500 erfolgreich vermarkteten Immobilien und langjähriger Erfahrung in der Wiener Immobilienbranche unterstützt er Makler, Bauträger und Privatverkäufer dabei, ihre Objekte optimal zu präsentieren. Seine Expertise umfasst Matterport 3D-Touren, HDR-Fotografie und moderne Vermarktungsstrategien.

